Klimaschützer freuen sich...

Klimaschutz für alle – Förderprogramm des Landes Schleswig-Holstein

Am 04. Juni 2020 hat der Umweltminister des Landes Schleswig-Holstein, Jan Philipp Albrecht, das neue Förderprogramm „Klimaschutz für Bürgerinnen und Bürger des Landes vorgestellt. Es bietet jedem Bürger mit Erstwohnsitz in Schleswig-Holstein die Möglichkeit, bei individuellen Investitionen für den Klimaschutz eine Förderung durch das Land zu erhalten. Dazu hat die Landesregierung über drei Jahre 1,6 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

Die Fördergelder werden nach dem „Windhundprinzip“ verteilt, daher gilt es schnell zu sein und einen Antrag zu stellen, nachdem die Anschaffung erfolgt ist.

Eine kurze Übersicht über wichtige Eckdaten des Programms:

Wer ist förderfähig?
Die Förderung richtet sich ausschließlich an Privatpersonen. Zudem dürfen auch die Privatpersonen ihre Fördergegenstände nicht im Rahmen einer gewerblichen Tätigkeit nutzen.

Was wird gefördert?

  1. Lastenfahrräder: gefördert werden die Anschaffungskosten mit max. 400,- € bzw. 50% der Anschaffungskosten
  2. Ladepunkte für Elektrofahrzeuge mit einer Leistung von 11 bis 22 kW werden zu maximal 50 % (bzw. maximal 400,-€) der  Anschaffungskosten und maximal 50% der Anschluss- und Installationskosten (max. 400,-€) gefördert.
  3. Stromspeicher ermöglichen das Speichern und Entladen der elektrischen Energie – beispielsweise aus einer Photovoltaik-Anlage. Voraussetzung für die Förderung eines Stromspeichers ist das Vorhandensein oder die Neuerrichtung einer Gebäude-Photovoltaik-Anlage mit einer Mindestleistung von 5 kWp und deren Anschluss an den Stromspeicher. Es werden max. 50 % der Anschaffungskosten für einen Stromspeicher (max. 800,-€) gefördert, Anschluss und Installation sind zu 50% ebenfalls förderfähig ; die maximale Fördersumme beträgt 200,-€. Der Zuschuss für die Anschaffungskosten eines Stromspeichers erhöht sich auf max. 75% bzw. max. 1.200,-€ bei gleichzeitiger Errichtung einer PV-Anlage.
  4. Photovoltaik-Balkonanlagen mit einer Leistung von mindestens 250 bis maximal 600 W werden gefördert. Bitte beachten Sie weiterhin, dass die Installation einer solchen Anlage mit Ihrem Energieversorger abgesprochen werden muss und unter Umständen ein neuer Zweirichtungs-Stromzähler sowie eine spezielle Steckdose installiert werden muss. Die Anschaffungskosten der Anlage werden mit maximal 200,-€ gefördert.
  5. Solarthermieanlagen sind Solarkollektoranlagen zur thermischen Nutzung, die der Warmwasserbereitung, der Raumheizung oder einer kombinierten Warmwasserbereitung und Raumheizung dienen. Solarkollektoren sind nur förderfähig, sofern sie das europäische Zertifizierungszeichen Solar-Keymark tragen und die Fläche 3m² übersteigt. Die Förderquote beträgt maximal 50% bzw. maximal 500,-€.
  6. Nichtfossile Heizungsanlagen, wie beispielsweise Wärmepumpen, Holzpellet-Heizungen werden mit maximal 50% bzw. maximal 500,-€ gefördert. Strombetriebene Wärmepumpen müssen nachweislich mit 100% Grünstrombetrieben werden.
  7. Fernwärmeanschlüsse an ein existierendes oder zu bauendes Fernwärmenetz mit mindestens 10 Anschlusspunkten werden zu maximal  50% bzw. mit max. 500,-€.
  8. Gründächer auf Wohnhäusern, d.h. nicht auf Carports, Garagen oder Gartenhäusern werden mit maximal 500,-€ gefördert. Die maximale Förderquote beträgt 50%. Eine Fachfirma muss die Dachbegrünung durchführen. Ferner muss die Dachbegrünung freiwillig erfolgen: Maßnahmen, welche aufgrund einer öffentlich-rechtlichen Verpflichtung oder gesetzlichen Verpflichtung, wie beispielsweise Auflagen im Zusammenhang mit genehmigungspflichtigen Baumaßnahmen oder dem Bebauungsplan, durchgeführt werden müssen, sind nicht förderfähig.
  9. Regenwasserzisterne mit mindestens 2.500 l Speichervermögen werden mit höchstens 400,-€ gefördert.

Wo und wie kann ich den Antrag stellen?
Die Antragstellung erfolgt ab dem 09. Juni 2020 über dieses Online-Portal. Es müssen der Kaufvertrag und je nach ausgewählten Fördergegenstand die erforderlichen Unterlagen hochgeladen werden. Nach erfolgreichem Abschluss der Beantragung im Online-Portal wird ein Datenbegleitschein erstellt, der ausgedruckt und beim Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume eingereicht werden muss. Das Datum des Kaufvertrages bzw. der verbindlichen Bestellung muss zwischen dem 1.1.2020 und 31.12.2022 liegen.

Weitere Informationen

Antworten auf weitere Fragen sind auf der Internetseite des Förderprogramms zusammengefasst.